KRAYER KRÖNER
& STIEF

HAUSRENTE

KRAYER KRÖNER
& STIEF

HAUSRENTE

Bei uns im Rhein-Main-Gebiet beläuft sich der Wert eines Einfamilienhauses schnell auf 500.000,– €. Eigentümer einer solchen wertvollen Immobilie sind vielfach Rentner; auch solche mit einer kleinen Rente. Diese Rentner sind dann reich, haben aber kein Geld – so könnte man dieses zunehmend auftretende Dilemma auf den Punkt bringen.

Seit einigen Jahren tummeln sich Anbieter von Immobilien-Leibrenten auf dem Markt und bieten eine „Lösung“ für dieses Problem. Der Eigentümer (Rentner) verkauft sein Haus und erhält im Gegenzug eine lebenslange Zahlung sowie ein Wohnrecht oder einen Nießbrauch. Im Einzelfall unterschieden sich die Angebote teilweise erheblich.

Das Modell ist auf den ersten Blick attraktiv; auf den zweiten Blick nicht immer. Fest steht, dass der Investor mit dem Kauf auf Rentenbasis seine eigenen Interessen verfolgt. Das ist an sich aber nicht verwerflich, darauf basiert unsere Marktwirtschaft.

Dennoch ist Vorsicht geboten; denn es sind existentielle Bedürfnisse, die Gegenstand dieses „Spiels“, dieser Wette – das ist es mehr oder weniger – sind. Risiken, die sich aus den verschiedensten Bereichen ergeben, zum Beispiel:

Bewertung des Hauses: Der Kaufpreis bzw. der für die Kalkulation der Leibrente zugrunde gelegte Immobilienwert wird häufig zu tief angesetzt.

Falsch kalkulierte Rente: Leibrente und Wohnrecht bzw. Nießbrauch sind falsch oder einseitig zugunsten des Käufers kalkuliert. Die Rechnung stimmt nicht oder sie „hinkt“.  Zum Teil sind sie differenziert und schwer nachzuvollziehen.

Wohnrecht statt Nießbrauch: Es wird nicht ausreichend klar darüber nachgedacht, welche unterschiedlichen finanziellen Auswirkungen sich aus dem Modell des Nießbrauchs vs. Wohnrecht ergeben.

Insolvenzrisiko des Investors: Ein Leibrenten-Vertrag läuft üblicherweise über mehrere Jahrzehnte. Der Leibrentenzahler könnte in die Insolvenz gehen. Ihr Haus ist verloren, wenn Sie es vertraglich nicht ausreichend abgesichert haben.

Als Rechtsanwalt raten wir, einen Immobilien-Leibrentenvertrag penibel zu prüfen und die Kalkulation des Anbieters nachzuvollziehen. Eine erstrangige Grundschuld im Grundbuch sollte vereinbart werden, ebenso eine Rückfallklausel für den Fall, dass der Käufer die Leibrente nicht mehr zahlen kann. Zudem sollte man über Alternativen zur Verrentung nachdenken, zum Beispiel über eine sogenannte Umkehrhypothek. Dabei beleiht ein Rentner seine Immobilie über einen bestimmten Zeitraum und bekommt dafür monatlich eine kleine Rente ausgezahlt. Der Vorteil für Hausbesitzer gegenüber einer Verrentung: Er bleibt Eigentümer der Immobilie. Der Nachteil: die monatlichen Zahlungen sind geringer, es fehlt quasi der Erwerbsteil, denn das Haus bleibt ja vorhanden.

Lassen Sie sich in jedem Fall von uns beraten.

Bitte beachten Sie, dass sich unser Büro nicht mehr in Rodgau, sondern in Seligenstadt befindet. Wir besuchen Sie auf Wunsch im gesamten Rhein-Main-Gebiet und beraten Sie bundesweit telefonisch.

Rufen Sie uns gleich an (06182 – 7726 0) oder nehmen Sie hier Kontakt auf. Wir melden uns schnell bei Ihnen.

Alle unsere Anwältinnen und Anwälte sind bereits seit vielen Jahren
auf ihren jeweiligen Fach­gebieten tätig.